Die süße Küche kommt immer auch mit kreativen Namen daher. Meine Schwägerin zaubert zu bestimmten Anlässen immer gerne ihren „Himbeertraum“. Da steckt, wie der Name schon vermuten lässt, als erstes ein Haufen Himbeeren drin. Dazu kommt Sahne und Baiser. Doch es gibt in der deutschen und internationalen Küche einige Begriffe, die sich durch den Desserts-Olymp ziehen und dabei nicht immer verraten, was in ihnen steckt. Der oben erwähnte „Himbeertraum“ kann natürlich auf verschiedene Weise und mit, zumindest bis auf die Himbeeren, verschiedenen Zutaten zubereitet werden. Hier nun einige Klassiker:

1. Die Bayrische Creme

Weißwurst, Brezeln, schlechtes Weißbier und verschiedene Desserts? Dafür sind die Bayern bekannt. Es gibt nämlich eine Creme, die zumindest das Bayrische im Namen trägt. Was ist die Bayrische Creme? Fassen wir das einmal ganz einfach zusammen. Die Bayrische Creme ist ein Mousse aus Vanillemilch, Eigelb, Gelatine und Schlagsahne. Der Patissier nennt diese Creme dann natürlich nicht Bayrische Creme sondern etwas edler Crème Bavaroise. Das gute daran, die Crème lässt sich endlos aromatisieren und variieren, wodurch jeder seine eigene spezielle Form von Bayrischer Creme und damit unendliche individuelle Desserts herstellen kann. Geht auch mit Himbeeren.

2. Das gute alte Mousse – Königin der Desserts

Der Klassiker der Gattung Mousse ist das Mousse au chocolat. Jeder kennt das und hat es zumindest schon mal probiert. Doch was bedeutet Mousse? Bei Mousse handelt es sich um ein französisches Wort, welches übersetzt zu Schaum wird. Dieser Schaum wird luftig geschlagen und meist verwendet der Koch hierzu Sahne oder Eischnee. Das bringt in feste Desserts Luft und macht diese weich und schaumig. Mit dem deutschen Wort Mus, hat das Mousse nichts am Hut, denn für das Eine werden nur Früchte püriert, für das Andere gibt es alleine schon hundert Herangehensweisen den Eischnee oder die Sahne zu schlagen.

3. Die englische Creme

Was die Bayern können, wollen die Engländer auch hinbekommen. Allerdings in einer reduzierten und anderen Variante. Im Vergleich zur Bayrischen Creme fehlt der englischen Creme die Gelatine und die Sahne. Inhaltsstoffe sind also: Eigelb, Zucker und Vanillemilch. Im Prinzip ist es am Ende eine Vanillesauce oder je nach Festigkeit eine Vanillecreme. Die Engländer sagen ganz simpel „custard“ und die Franzosen rufen dieses Dessert „Crème anlaise“.

4. Crème Chantilly

Ist im Prinzip so etwas wie die Grundlage für den oben erwähnten „Himbeer-Traum“. Denn auch in dieser Variante ist dies möglich. Crème Chantilly ist geschlagene süße Sahne, welche noch mit Vanille aromatisiert wird. Das passt natürlich auch hervorragend zu Himbeeren, Erdbeeren und allen möglichen anderen süßen Früchten, die für Desserts geeignet sind. Ein simples und schnelles Dessert.

5. Flammeri

Der gute alte Grießbrei oder auch der Grießpudding. Dabei bedeutet Flammeri nur, dass Flüssigkeit wie Milch oder Saft mit Stärkehaltigem wie z.B. Grieß verkocht wird. Die Engländer nennen es im übrigen einfach Pudding und das universell für alle süßen Nachspeisen. Aber auch in unseren Breitengraden hat sich eher die Bezeichnung Grießbrei, Milchreis oder Grießpudding durchgesetzt. Ist etwas detaillierter und jeder weiß gleich, was drin ist.

Solltet ihr jetzt Lust auf einen schönen Nachtisch bekommen haben, führt euch der Link zu tollen Kochbüchern die sich in der Hauptsache mit dem Dessert beschäftigen. Dieser Partner-Link tut nicht weh, wir bekommen eine kleine Spende und ihr merkt davon gar nichts. Dankeschön.

 

 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.